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Das Silicon Valley des Mittleren Ostens

Das Silicon Valley des Mittleren Ostens

 

Der Iran mit seiner sehr jungen, sehr gut ausgebildeten und sehr innovativen Bevölkerung schickt sich an, zum Start-up Drehkreuz des Mittleren Ostens zu werden. Die seit 2018 neuerlich aktivierten US-Sanktionen haben diese Entwicklung mehr befördert als behindert.

laut der englischsprachigen Wirtschaftszeitung Financial Tribune lagen die Umsätze der iranischen wissensbasierten Unternehmen im Geschäftsjahr 20. März 2018 bis 20. März 2019 bei 6,47 Mrd. US-Dollar. Die über 5.000 in Iran aktiven Start-ups wiesen ein Wachstum von stattlichen 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf.

Die sozio-ökonomische Struktur des Landes ist eine der Voraussetzungen für diese Entwicklung. So beträgt das Durchschnittsalter der ca. 82 Millionen Iranerinnen und Iraner gerade einmal 31 Jahre. Die Urbanisierungsrate liegt bei 71,5 Prozent und die Alphabetisierungsrate bei 98 Prozent. Der Durchdringungsgrad des Internet liegt bei über 76 Prozent und jeder Iraner hat und nutzt im Schnitt 1,4 Mobiltelefone. Iran hat 4,8 Millionen Studierende, 2.500 Hochschulen und 167 Technologie-Zentren. Die IT-Infrastruktur des Landes ist gut ausgebaut und schlägt selbst auf Berggipfeln und in entlegenen Regionen jedes Funkloch in Deutschland.

Hinzu kommt ein auf den ersten Blick unerwarteter Treiber der Start-up Szene: die weitgehende Schließung des iranischen Marktes durch die US-Sanktionen. Sie hat zur Folge, dass vielen ausländischen Start-ups und High-Tech Firmen der Zutritt zum iranischen Markt verschlossen ist. Diese Chance haben die lokalen Start-ups genutzt und den heimischen Markt für sich erobert ohne Konkurrenz von außen.

Förderung der Startups hat PrioritätDie

Regierung von Präsident Hassan Rohani hat die Förderung der Start-ups zu einer ihrer Prioritäten erklärt und legt insbesondere auf die Bereiche Tourismus, Handwerk, Spielzeug, Photonik und Laser einen Schwerpunkt.

So wurden beispielsweise aus über 125 eingereichten Arbeiten im Bereich Photonik und Laser 60 vom Vize-Präsidialamt für Wissenschaft und Technologie ausgewählt und finanziell und technisch gefördert.

Das Team von Vize-Präsident Sattari unterstützt mit der INOTEX-Messe auch das größte Start-up Event in Iran. Es bringt Investoren, Start-ups und Technologieunternehmen zusammen und öffnet auch im Mai 2021 – natürlich online – ihre Pforten wieder. Vom Sitzsack über die INO-Lounge und das Kapitalcafé bis hin zur INOTEX-Stage – einer Bühne aus Digikalas Verpackungen und Pappröhren – war im Vor-Corona-Jahr 2019 alles an seinem Platz. Digikala ist eine Art iranisches Amazon, das sich in den letzten Jahren zu einem der größten Online-Händler in Iran entwickelt hat. Das Unternehmen ist mittlerweile selbst einer der Sponsoren der iranischen Start-ups.

Im Rahmen der INOTEX 2019 verlieh die AHK Iran ihren »Award« an (Sabzpalayesh Satrap). Das Start-up hat Umweltthemen zu seinem Schwerpunkt erklärt wie die Behandlung von Wasser und Abwasser und das Recycling von Abfällen. Die AHK lud das Gewinner-Team ein zu einer Start-up-Tour nach Deutschland, um mit technologischen Innovationen in Berührung zu kommen und deutschen Investoren. Auf der (Bits&Pretzels) in München konnten die Iraner die besten Start-up-Betreiber der Welt kennenlernen.

Auch im vergangenen Jahr hat die AHK Iran zehn iranische Start-ups online bei der (Start.UP! Germany Tour 2020) vorgestellt. Drei davon haben es geschafft, bei einem Feld von 124 Konkurrenten aus 30 Ländern die Jury zu überzeugen: Die Start-ups (ParkMark), (Litium) und (AgentPro) durften ihre Ideen und Dienstleistungen im (Big Pitch) großen deutschen Unternehmen präsentieren.

(parkMark)arbeitet im Bereich (Smart City) und konzentriert sich auf die Suche nach freien Parkplätzen mithilfe von Laserscannern. (Litium) ist in der Versicherungs-branche aktiv und bietet seinen Kunden an, alle Schritte einer Personenversicherung digital durchzuführen«. (AgentPro) schließlich ist ein Prozess für das Vertriebsnetz der Versicherungsindustrie.

Sie alle hoffen auf einen Erfolg mit ihren Geschäftsideen wie die großen iranischen Vorbilder (Digikala), (Snapp), (Divar) oder (Café Bazaar). Diese haben es geschafft, auf nationaler Ebene gleichzuziehen mit den international aktiven und renommierten Firmen Amazon (Digikala), Uber (Snapp), eBay (Divar) und Google play (Café Bazaar) und den Status eines Start-up längst hinter sich zu lassen.

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2021-07-07/14:19

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